Der Schein vom Leben

ich gebe mich dem moment der unlust hin, blogge und hasse all die geistig kastrierten kackbratzen um mich herum mit denen ich gezwungen bin mein dasein zu fristen

aus dem tagebuch eines angehenden terroristen

neology:

natürlich könnte ich die einladung annehmen, am samstag abend dort hingehen und mich bei diesen idioten einschleimen, bei diesem verkappten faschistischen demokratenpack und mit und bei ihnen und in ihrer nähe meine seele warm halten und mit ihnen party machen und feiern und scheiße labern, verkleidet als normaler student, wie sonst auch, meine kalte, hassende seele und mein schwarzes herz unter bunten blöden scherzen und normalen annehmlichkeiten verstecken. aber eigentlich schickt sich das nicht. es gehört sich einfach nicht, heute sozial zu sein, weil das asozialität gegen die künftigen generationen bedeutet.

so trinke ich lieber alleine das gute bier, hasse das mich so dermaßen ankotzende scheisspack von feiernden und blödsinn labernden, dieses  studentenmenschenpack, und bereite stattdessen die nächste bombe vor, arbeite an meiner karriere als terrorist und werde dann demnächst einfach mal in dem ein oder anderen seminarraum oder hörsaal ein paar hundert von ihnen mit meiner neuen kalaschnikow die fressen wegschießen.

das  einzig gute in diesem scheissland ist ja wirklich, das jeder depp eine waffe bekommt.

schön in ruhe morgens schonmal mit einer oder auch zwei flaschen wodka genügend mut und irrsinn ansaufen, und dann einmarschieren in die gesellschaftszombie-barracken all dieser netten, normalen, zuvorkommenden arschlöcher, mit all meiner asozialität und all meinem menschenhass, meinem wahnsinn, meiner alkoholistischen unzurechenbarkeit all diesen verblödeten opportunistischen strebern schön die fressen blutig schießen. ihre hübschen, lieblichen mittelklasse-gesichter, zart und mit dm-pflegesalbe fünf mal täglich eingeschmiert. all diese model-visagen sind dann tot und blutig und ich werde als aufopferungsvoller held auf den leichenbergen stehen und mich drüber freuen und dreckig lachen ob meiner untaten und dann eventuell, wenn die polizei klug genug ist, ins gefängnis kommen ein paar jahre, dort dann weiterhin an meinem WERK und meinen PLÄNEN arbeiten wie ein mönch, einfach abwartend, während sich draussen mein ruhm vermehrt und ich dann à la christian klar oder peter jürgen boock nur noch die einladungen der tageszeitungen, talkshows, regisseure und verlage abwarten muss.

ja nee, klar, man könnte doch alles “mit einem gespräch regeln”, therapeutisch, aber dafür habt ihr ganzen arschlöcher einfach schon zu lange zu viele fehler gemacht, seit kindergartentagen an.

ihr habt doch wohl nicht ernsthaft geglaubt, dass ihr damit durchkommen werdet, oder?

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